Prompt-Werkstatt (Abschluss)
Szene 13 von 13
Kein Zitat aus dieser Sitzung wird wiedergegeben. Stattdessen ein neues Lehrbeispiel, das dieselbe Unterscheidung übt, die die Quittungs-Szene eingeführt hat.
Erklärung
Zum Abschluss übertragt ihr die wichtigste Unterscheidung auf ein eigenes Beispiel. Formuliert einen Auftrag an eine KI-gestützte Sitzung, der ausdrücklich zwischen „ich habe X konfiguriert“ und „ich habe Y bewiesen“ unterscheidet — für ein Beispiel eurer Wahl, etwa einen DNS-Eintrag, ein Zertifikat oder ein Feature-Flag. Vergleicht danach in Partnerarbeit: Verlangt euer Auftrag explizit einen unabhängigen Beweis, oder akzeptiert er stillschweigend eine Konfigurationsquittung als ausreichend? Die Qualität eines Auftrags zeigt sich daran, ob ein anderer Mensch das Ergebnis überprüfen kann. Viele technische Details können während der Arbeit entschieden werden — die Grenzen und die Bedeutung von Erfolg sollten jedoch klar sein.
Ein überprüfbarer Auftrag
- Ziel
- Welches beobachtbare Verhalten soll entstehen?
- Beweis
- Wer beobachtet unabhängig, dass das Ergebnis eingetreten ist?
- Grenze
- Welche Handlung braucht zusätzlich eine explizite Freigabe?
Selbst ausprobieren
Schreibt euren eigenen Auftrag in den Denkzettel, bevor ihr den Vorschlag öffnet.
Vom ersten Entwurf zum klaren Auftrag
Vorher
Konfiguriere den DNS-Eintrag und melde, wenn er funktioniert.
Danach
Ändere den DNS-Eintrag auf den neuen Wert. Dokumentiere die Konfigurationsquittung (Zeitstempel, keine Zugangsdaten). Prüfe danach von außen mit einem unabhängigen Werkzeug, dass der Name auf die neue Adresse auflöst, und protokolliere den beobachteten Ablauf getrennt von der Quittung. Melde erst dann „funktioniert“, wenn beide Schritte — Änderung und unabhängige Beobachtung — getrennt vorliegen.
Neu verfasstes Lehrbeispiel; kein rekonstruierter Original-Chat. Es macht Quittung, unabhängigen Beweis und die Reihenfolge explizit.
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